Vertrauen
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- vor 14 Stunden
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Kraft- und Mutmachwort für den März

Hast du gewusst, dass im Wort Vertrauen das Wort „trauen“ steckt – und dass es ohne Mut gar nicht möglich ist?
Vertrauen ist auch eng verwandt mit „treu“ und „bauen“, abgeleitet von der indogermanischen Wurzel «deru» (Eiche, Baum), was ursprünglich „stark, fest, hart“ bedeutete.
Wenn man also nur schon über die Bedeutung und die Wurzeln des Wortes nachdenkt, wird es spannend. Doch wir Menschen sprechen das Wort Vertrauen manchmal so schnell aus und genauso schnell ist es zerbrochen.
Hauptsächlich im ersten Lebensjahr entwickeln Menschen durch feinfühlige Zuwendung von Bezugspersonen auf Bedürfnisse wie Nahrung, Nähe und Wärme ein so genanntes Urvertrauen. Urvertrauen ist das grundlegende Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen in sich selbst, in andere Menschen und die Welt.
Ein gutes und starkes Gefühl von «ich bin da» und ich habe meinen Platz in der Welt gefunden. Menschen mit ausgeprägtem Urvertrauen sind optimistischer, beziehungsfähiger und können besser mit Krisen umgehen.
Ist eben dieses Urvertrauen erschüttert, z.B. durch schwere Schicksalsschläge, Krisen oder tiefe Enttäuschungen, entstehen Unsicherheit, Versagensängste und ein geringeres Selbstwertgefühl.
Und Unsicherheit im Alltag ist leider ein weit verbreitetes Gefühl. Es kann den Alltag stark belasten.
Doch Vertrauen ist kein Gedanke.
Es ist eine Entscheidung.
Immer wieder auf’s Neue.
Ein inneres Ja – trotz Unsicherheit.
In den letzten Wochen habe ich intensiv verschiedene Sportarten und die Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Spielen mitverfolgt. Mit Staunen. Mit Bewunderung. Mit einem stillen Respekt im Herzen.
Diese jungen Menschen stehen am Start.
Alleine.
Der Moment gehört nur ihnen.
Kein Trainer kann jetzt noch eingreifen.
Kein Publikum die Bewegung ausführen.
Kein Elternteil unterstützend wirken.
Was sie in diesem Augenblick trägt, ist Vertrauen.
Vertrauen in ihren Körper.
In die unzähligen Trainingsstunden.
In ihre innere Kraft.
Und vielleicht auch Vertrauen in etwas Grösseres –dass sie gehalten sind, egal wie es ausgeht.
Mich hat besonders berührt, wie sie mit Niederlagen umgehen.
Wie Tränen fliessen – und trotzdem Würde bleibt.
Wie Enttäuschung sichtbar wird – und dennoch ein inneres Aufrichten geschieht.
Das ist Resilienz.
Nicht das Gewinnen.
Sondern das Wieder-Aufstehen.
Vertrauen bedeutet nicht: Ich werde sicher siegen.
Vertrauen bedeutet: Ich traue mir zu, diesen Moment zu leben, zu er-leben.
Auch wenn ich falle.
Auch wenn ich nicht Erste oder Erster werde.
Auch wenn andere stärker sind.
Vielleicht ist das der tiefste Kern von Vertrauen: Ich bin mehr als mein Ergebnis, meine Erfolge.
Wie oft stehen auch wir an solchen inneren Startlinien.
Vor Gesprächen.
Vor Entscheidungen.
Vor Abschieden oder Neubeginn.
Niemand kann uns diesen Schritt abnehmen. Aber wir können Mut fassen und uns zutrauen, ihn zu gehen.
Und wie die ersten Knospen im März öffnen wir uns nicht, weil alles sicher ist und kein Frost mehr kommt.
Sondern weil Stillstand keine Option ist.
Vertrauen wächst wie Wurzeln.
Still.
Unsichtbar.
Und doch tragend.
Vielleicht magst du dich in diesem März fragen: Wo stehe ich gerade an einer Startlinie?
Und was würde geschehen, wenn ich mir selbst ein wenig mehr zutraue?
Ich wünsche dir Vertrauen –in deine Kraft, in deinen Weg.
Mach dich auf und vertraue!
TIPP:
Welches Kraft-, oder Mutmachwort würdest du im März wählen? Und warum?
Schreib mir. Ich freue mich.
Oder vielleicht magst du dich auch anschliessen und dich mit mir gemeinsam auf den Weg machen...
Ich betrachte mein Kraft- und Mutmachwort jeweils morgens und abends kurz.
Schreibe mir per E-Mail info.lebensereignisse@gmail.com, falls du informiert werden möchtest, wenn ein neuer Blogartikel erscheint. Gerne nehme ich auch Anregungen entgegen.



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