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Liebe

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Aktualisiert: vor 1 Tag

Das Kraft- und Mutmachwort für den Februar
















Hast du gewusst? "Ubuntu" bedeutet in der afrikanischen Kultur: „Ich bin, weil wir sind.“

Dazu gibt es eine kurze afrikanische Geschichte:

Ein europäischer Forscher bot hungrigen Kindern eines afrikanischen Stammes ein Spiel an. Er stellte einen Korb mit süssen Früchten an einen Baum und sagte ihnen, wer zuerst dort sei, gewinne alles Obst. Als er das Startsignal gab, nahmen sich die Kinder gegenseitig an den Händen, liefen gemeinsam los, setzten sich dann zusammen hin – und genossen die Leckereien miteinander.

Als der Forscher sie fragte, weshalb sie alle gemeinsam gelaufen seien, wo doch jeder für sich die Chance gehabt hätte, die Früchte ganz allein zu gewinnen, antworteten sie: „Ubuntu. Wie kann einer von uns froh sein, wenn all die anderen traurig sind?“

 


Liebe ist dieses übermächtige Wort, das manchmal so schnell ausgesprochen wird – und das uns gleichzeitig auch total überfordern kann. In kaum einem anderen Wort steckt eine solch grosse Vielfalt an Gefühlen. Liebe bewegt, tröstet, verletzt, trägt, bringt uns an Grenzen und fordert uns heraus. Sie beschäftigt die Menschheit seit jeher. Bereits Tausende von Jahren wurde sie in Worte verpackt, Jahrzehnte verfilmt.


Im Februar feiern wir den Valentinstag – den Tag der Liebenden. Er geht zurück auf den Heiligen Valentin, den Heiligen der Zärtlichkeit (mehr in meinen Artikel vom letzten Jahr zum Heiligen Valentin). Die Liebe zwischen zwei Menschen ist ein grosses Geschenk. Einen Menschen zu finden, bei dem ich einfach ich sein darf. Der mitgeht, mitträgt, bleibt. Das ist nicht selbstverständlich. Das ist kostbar.

Denn Liebe zwischen zwei Menschen ist nicht nur Nähe und Leichtigkeit. Sie zeigt sich auch im Bleiben, wenn es schwierig wird. Im Aushalten von Unterschieden. Im gemeinsamen Wachsen – und manchmal auch im gemeinsamen Loslassen. Liebe lebt nicht von perfekten Momenten, sondern von der Bereitschaft, sich immer wieder füreinander zu entscheiden.


Doch Liebe zeigt sich in unserem Leben in so viel mehr Formen.


Ich denke, sie beginnt bei der Liebe zu uns selbst. Sich selbst zu lieben ist oft die grösste Herausforderung. Mit uns selbst sind wir häufig am kritischsten, am strengsten. Und doch fängt genau hier alles an.

Wenn wir lernen, uns selbst mit mehr Liebe zu begegnen, entsteht eine innere Zufriedenheit. Sie wirkt nach aussen – auf unsere Haltung, auf unser Umfeld, auf unsere Beziehungen.Vielleicht dürfen wir mit uns selbst ebenso achtsam, nachsichtig und verzeihend sein, wie wir es so oft mit anderen sind.


Warum nun aber dieses grosse Wort Liebe für den Februar?

Nicht nur wegen des Valentinstages. Nein.


Unsere Zeit ist geprägt von Unsicherheit, politischen Spannungen, Kriegen, Polarisierung, lauten Meinungen und schnellen Urteilen. Das Trennende scheint oft stärker als das Verbindende.

Es braucht eine Art Liebesbrille mit der wir Menschen in die Welt schauen – nicht um zu beschönigen, oder schönzufärben.

Nein, sondern um dieser Welt mit einer wohlwollenden Grundhaltung zu begegnen. Es geht um eine in der Liebe verankerte positive Grundhaltung – gegenüber allen Menschen und der Natur.

Eine Freude, eine Liebe zum Leben grundsätzlich.


Und gerade hier bekommt auch Ubuntu eine neue Tiefe: Ich bin, weil wir sind.

Nicht gegen die anderen.

Nicht auf Kosten der anderen.

Sondern miteinander.


Liebe zu den Mitmenschen bedeutet nicht, immer gleicher Meinung zu sein. Aber sie bedeutet, den anderen nicht aus dem Blick zu verlieren. Den Menschen hinter der Haltung zu sehen. Zuhören zu können, auch wenn es unbequem ist. Und nicht zu vergessen, dass unser eigenes Wohl untrennbar mit dem der anderen verbunden ist.

Vielleicht ist Liebe heute weniger ein grosses Gefühl und mehr eine bewusste Haltung. Ein Entscheiden für Respekt, Verantwortung und Mitgefühl – für die Welt, die wir teilen.


Ubuntu erinnert uns daran:

Es geht uns nur dann wirklich gut, wenn es auch den anderen gut geht.



TIPP:

Welches Kraft-, oder Mutmachwort würdest du dem Februar mitgeben? Und warum?

Schreib mir. Ich freue mich.

 

Oder vielleicht magst du dich auch anschliessen und dich mit mir gemeinsam auf den Weg machen...

Ich betrachte mein Kraft- und Mutmachwort jeweils morgens und abends kurz.




Schreibe mir per E-Mail info.lebensereignisse@gmail.com, falls du informiert werden möchtest, wenn ein neuer Blogartikel erscheint. Gerne nehme ich auch Anregungen entgegen.

 
 
 

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